Pilotprojekt für nachhaltige Architektur öffentlicher Gebäude

Neubau Gärtnerhaus der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien.

In Zusammenarbeit mit MAGK Architekten Aichholzer I Klein
Fotos: Bruno Klomfar

 

 

 

NACHHALTIGES BAUEN UND ZUKUNFTSORIENTIERTE BILDUNGSARCHITEKTUR
Mit dem neuen Gärtnerhaus der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien ist ein Gebäude entstanden, das weit über seine Funktion als Seminar- und Bürogebäude hinausgeht. Es vereint innovative Architektur, konsequente Nachhaltigkeit und zirkuläres Bauen zu einem ganzheitlichen Konzept.

Ganz nach dem Leitsatz der Hochschule „Mit der Natur leben lernen“ zeigt das Gebäude, wie nachhaltige Architektur nicht nur Ressourcen schont, sondern auch aktiv Wissen vermittelt. Studierende und Lehrende erleben hier täglich, wie Kreislaufwirtschaft, Materialbewusstsein und innovative Technik ineinandergreifen – nicht theoretisch, sondern ganz konkret im Raum.

EINGESETZTE PRODUKTE

  • Holz-Alu Fenster, beidseitig flächenbündig und mit biozidfreiem Holzschutz als Voraussetzung für Kreislaufwirtschaft und für ein gesundes Raumklima
  • Fenster und Türen kombiniert mit rahmenlosen Fix-Elementen
  • Lichtband-Elemente für maximale Tageslichtnutzung
  • Integrierte RWA-Anlagen
  • Auswärtsöffnende Fluchttüren nach DIN EN 179 und 1125​ (ein- und zweiflügelig)
  • Brandschutztüren EI30
  • Rahmenlose Paneeltüren innen und außen, flächenbündig
  • Lösungen mit erhöhten Schallschutzanforderungen
  • 4-seitige Aluminium-Leibungsverkleidung mit integriertem Sonnenschutz (Raffstore) und Außenfensterbank

EIN ORT FÜR BILDUNG, AUSTAUSCH UND PRAXIS
Der zweigeschossige Neubau am Campus in Wien-Hietzing erweitert die bestehende  Infrastruktur um moderne Lern- und Arbeitsräume. Im Zentrum steht ein rund 120 m² großer, flexibel teilbarer Seminarraum, der dank Belichtung von drei Seiten optimale
Bedingungen für Lehre und Veranstaltungen bietet.

Ergänzt wird das Raumprogramm durch:

  • Büroflächen für bis zu 14 Mitarbeitende
  • Aufenthalts- und Kommunikationsbereiche
  • eine Lehrküche für praxisorientierten Unterricht

Ein offener Eingangsbereich mit zwei Zugängen verbindet den Neubau mit dem Bestand und schafft eine klare, einladende Struktur.  Die räumliche Organisation fördert bewusst Austausch, Transparenz und interdisziplinäres Arbeiten.

ARCHITEKTUR IM DIALOG MIT LANDSCHAFT UND NUTZUNG
Die Ausrichtung des Gebäudes zum angrenzenden Park prägt die architektonische Qualität maßgeblich. Großzügige Glasflächen sorgen für helle, freundliche Innenräume und stellen eine direkte Verbindung zur umgebenden Natur her.

Diese Offenheit ist nicht nur gestalterisch relevant, sondern unterstützt auch das pädagogische Konzept der Hochschule. Lernen findet hier nicht isoliert statt, sondern im direkten Bezug zur Umwelt.

KREISLAUFWIRTSCHAFT ALS PLANUNGSPRINZIP
Das Gärtnerhaus gilt als eines der ersten öffentlichen Gebäude in Österreich, das konsequent nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft geplant und umgesetzt wurde. Ziel war es, den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes mitzudenken.

Konkret bedeutet das:

  • Sortenreine Trennbarkeit aller Bauteile
  • Rückbaubarkeit statt klassischem Abriss
  • Wiederverwendbarkeit von Materialien
  • Dokumentation der eingesetzten Baustoffe

Das Gebäude wurde nach dem klimaaktiv Gold Standard zertifiziert und dient als Pilotprojekt für zirkuläres Bauen im öffentlichen Sektor.

ENERGIE- UND GEBÄUDEKONZEPT
Auch in technischer Hinsicht setzt das Gärtnerhaus neue Maßstäbe:

  • Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung
  • Erdwärme für Heizung und Kühlung
  • Begrünte Dachflächen zur Regenwasserspeicherung undMikroklimaverbesserung
  • Natürliche Lüftung in nahezu allen Räumen

Das Ergebnis ist ein energieeffizientes Gebäude mit reduziertem Ressourcenverbrauch und hoher Aufenthaltsqualität.

FAZIT: ZUKUNFT DES BAUENS HEUTE ERLEBBAR
Mit dem Gärtnerhaus ist ein Vorzeigeprojekt entstanden, das exemplarisch zeigt, wie zukunftsfähiges Bauen im öffentlichen Bereich aussehen kann. Die Kombination aus nachhaltiger Planung, innovativen Materialien und präziser Ausführung macht das Gebäude zu einem echten Leuchtturmprojekt.

Für KAPO ist es ein bedeutender Beitrag, Teil dieser Entwicklung zu sein und gemeinsam mit allen Projektpartnern neue Maßstäbe im Bereich nachhaltiger Architektur zu setzen.


Emittentin

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in Emissionsnews DE