Energieautark am Ökopark Hartberg: KAPO produziert Holzfenster konsequent ohne Kunststoff
Holz gewinnt stark an Bedeutung als wesentlicher Motor für die Ökologisierung der Bauwirtschaft. Der steirische Traditionsbetrieb KAPO setzt seit der Gründung auf den nachwachsenden Rohstoff Holz als zentralen Werkstoff und verzichtet ganz bewusst auf die Produktion von Kunststofffenstern – trotz der kurzfristigen Verlockung durch höhere Margen. Ökologische Konsequenz heftet sich KAPO nicht nur bei der Materialauswahl auf die Fahnen, sondern in der gesamten Herangehensweise. So agiert das Unternehmen an seinem neuen Standort am Ökopark Hartberg über das Jahr gerechnet energieautark. Eine Kampagne bei CONDA Capital Market geht unterdessen in den Endspurt. Mit dem Kapital will KAPO seinen operativen Spielraum vergrößern – bisher wurden rund 500.000 Euro in die Zukunft der „grünen" Fenster investiert.
KAPO ist ein auf hochwertige Fensterlösungen spezialisierter Hersteller und blickt auf eine fast 100-jährige Firmengeschichte zurück. Das Jubiläum im nächsten Jahr begeht das Unternehmen bereits an seinem neuen, modernen Produktionsstandort am Ökopark Hartberg, in den rund elf Millionen Euro investiert wurden. Dort hat sich KAPO nicht nur nachhaltigen Holzfenstern verschrieben, sondern lebt die ökologische Herangehensweise in allen Belangen. So wurde die neue Produktionsstätte im Rahmen eines Brownfield-Ansatzes auf einer ehemaligen Baurestmassedeponie ressourcenschonend in Fachwerk-Holzbauweise, ganz ohne neue Flächenversiegelung, errichtet. Gleichzeitig ist das Unternehmen stolz darauf, damit energieautark zu sein.
„Wir erzeugen über das Jahr hinweg mehr Energie, als wir für unsere Produktion benötigen. In Zeiten wie diesen mit unplanbar hohen Energiepreisen ist das ein wichtiger Schritt für unsere Unabhängigkeit. Wir steuern unser Werk durch Photovoltaik, ein eigenes Biomasse-Heizkraftwerk und intelligente Energierückgewinnung autark", erklärt KAPO-Geschäftsführer Stefan Polzhofer. Für die Wärmeautarkie sorgen Pellets, die KAPO täglich aus rund 1,5 Tonnen Restholz in der eigenen und mit Solarstrom betriebenen Pelletieranlage fertigt. Rund zwei Drittel der Pellets sind Überschuss und werden an einen regionalen Abnehmer verkauft.
Echte Kreislaufwirtschaft durch unternehmerische Konsequenz
Einen ganz entscheidenden Faktor für Nachhaltigkeit stellen die Produktionsprozesse dar. Hier setzt KAPO auf biozidfreien Holzschutz. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Holzfenster am Ende ihres jahrzehntelangen Lebenszyklus wieder sortenrein in den Kreislauf kommen. Mit unserem konsequenten Verzicht auf Biozide tragen wir außerdem zu einem gesunden Arbeitsumfeld und zu einem gesunden Wohnklima bei unseren Kunden bei", betont Polzhofer. Auch bei Holz-Aluminium-Fenstern muss nichts verklebt werden, denn KAPO verbindet die Alu-Deckschalen mechanisch über ein Clip-System, sodass sie sich bei Bedarf binnen Sekunden trennen lassen.
„Tatsächlich sind wir der einzige überregionale Fensterhersteller in Österreich, der aus ökologischer Überzeugung konsequent auf Kunststofffenster verzichtet", sagt Polzhofer selbstbewusst. Auf dem vom Unternehmen eingeschlagenen „Holzweg" treibt KAPO auch Forschungsprojekte voran, wie beispielsweise ein FFG-Projekt über die Produktion von Biokohle aus alten Holzfensterrahmen und macht damit den Gesetzgeber proaktiv auf neue Wege beim Recycling aufmerksam.
Energetische Sanierung im Immobilienbestand als wirtschaftliche Chance
Besonders großes wirtschaftliches Potenzial ortet Polzhofer in der Sanierung von Bestandsobjekten sowie im Denkmalschutz. Die Anforderungen in diesen Segmenten sind für die Stärken der KAPO-Produktion prädestiniert. „Wir müssen keine Standard-Massenware für den Neubau fertigen, um rentabel zu sein. Wir können jedes, auch historische Fenster, millimetergenau und nach höchsten Energie-Standards originalgetreu fertigen. Damit sind wir ein gefragter Partner von Architekten und Bauherren, die im Bestand Werte erhalten wollen, und zugleich unabhängiger von der volatilen Baukonjunktur", erläutert Polzhofer.
Grünes Investment: CONDA-Kampagne auf der Zielgerade
Investor:innen können noch bis zum 31.07.2026 eine nachrangige Unternehmensanleihe von KAPO zeichnen. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis 30.04.2030 hat einen fixen Zinssatz von acht Prozent p.a.. Ein Investment ist bereits ab 250 Euro möglich. „Bisher wurden bereits rund 500.000 Euro investiert. Noch für einige Tage, nämlich bis Ende Juli, bietet sich Interessierten die Gelegenheit, in das Wachstum von echter Kreislaufwirtschaft und ganzheitlich ökologischem Wirtschaften zu investieren", so Co-Geschäftsführer Othmar Sailer.
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