Der Filter, der zählt. Oder das Qualitätskriterium von CONDA.
Wissen, wieviele Emissionen es wirklich auf unsere Plattform schaffen
Im vergangenen Jahr haben wir rund 7.000 Finanzierungsanfragen erhalten. Nach einem ersten Check haben wir mit rund 1.000 Unternehmen Erstgespräche geführt und sind mit rund 300 davon in die Detailgespräche gegangen. Nach der Erhebung der wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse sowie einer Analyse des Marktumfeldes haben ungefähr 150 Unternehmen ein konkretes Angebot von uns bekommen. Davon starteten rund 80 Unternehmen mit den Vorbereitungen für die Finanzierung auf unserer Plattform. Aber selbst von diesen 80 Unternehmen, schaffen es nicht alle bis zur öffentlichen Emission auf unserer Plattform.
Diese Zahlen sind kein Ausdruck von Strenge um der Strenge willen. Sie sind eine Einladung zur Transparenz. Über einen Prozess, der selten öffentlich gemacht wird.
„Von ca. 7.000 eingereichten Projekten im letzten Jahr haben es lediglich 80 Unternehmen in die Emissionsvorbereitung geschafft."
CONDA Co-Founder und Co-Geschäftsführer, Daniel Horak
Was wir prüfen und warum das Zeit braucht
Jedes Unternehmen, das sich für eine Finanzierung auf CONDA Capital Market interessiert, durchläuft bei uns eine mehrstufige Prüfung. Wir schauen uns die Rechtssituation des Unternehmens an, die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells, die Qualität der vorgelegten Unterlagen und wir stellen Fragen, die teils auch unangenehm sein können. Nicht um Unternehmer:innen zu entmutigen, sondern weil Investor:innen diese Fragen später ohnehin stellen würden.
Das dauert. Und es führt dazu, dass wir regelmäßig Absagen schreiben. An Unternehmen, deren Business Cases zwar auf den ersten Blick zwar gut klingen, aber nicht belastbar genug sind. An Teams, die motiviert sind, aber noch nicht so weit. An Innovationen und Visionen, die interessant sind, aber nicht in unseren Rahmen passen.
Eine Absage ist ein Signal
Wir unterscheiden intern zwischen verschiedenen Ablehnungsgründen: fehlende regulatorische Voraussetzungen, unvollständige Unterlagen, strukturelle Mängel im Geschäftsmodell, Mismatch mit unserem ethischen Rahmen (alle Details dazu finden Sie im Beitrag "Ethische Ausschlusskriterien: Warum wir das nicht auf CONDA finanzieren.").
Was wir nicht ablehnen: Projekte, die noch nicht reif sind, aber Potenzial haben. Bei denen geben wir Feedback und laden zur erneuten Einreichung ein.
Im letzten Jahr haben wir zahlreiche Projekte abgelehnt, weil sie unsere ethischen Ausschlusskriterien berührt haben. Die meisten Projekte scheiterten jedoch an fehlenden oder unvollständigen regulatorischen Unterlagen.
„Jedes Projekt, das Sie auf unserer Plattform sehen, hat einen Filter passiert. Das ist kein Marketing – das ist Prozess."
CONDA Co-Founder und Co-Geschäftsführer, Daniel Horak
Warum wir diese Zahlen veröffentlichen
Wir könnten diese Zahlen intern behalten. Viele Plattformen tun das. Aber wir glauben, dass Investor:innen ein Recht darauf haben zu wissen, wie selektiv der Prozess ist, dem ein:e Emittent:in unterzogen wurde, bevor Ihnen als mögliche:r Investor:in ein Unternehmen präsentiert wird.
Transparenz über Ablehnungen ist keine Selbstkritik. Sie ist das Gegenteil: Sie zeigt, dass hinter jedem finanzierten Unternehmen eine Entscheidung steht. Keine Automatik, kein Algorithmus, sondern Menschen, die prüfen, abwägen und Verantwortung übernehmen. Denn wenn alles durch den Filter käme, wäre er ja kein Filter.
Unser Commitment für Investor:innen
Wir haben uns vorgenommen, diese Zahlen künftig regelmäßig zu veröffentlichen. Nicht als Erfolgskennzahl, sondern als Antwort auf die Frage: Was macht ihr eigentlich, bevor wir als Investor:innen eine Entscheidung treffen?
Die Antwort lautet: Wir lehnen ab. Sehr oft. Damit Sie nicht müssen.
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