Unser Umgang mit Insolvenzen von Unternehmen auf der CONDA-Plattform

Wir möchten transparent mit Ihnen sein, wie wir vorgehen, wenn ein Unternehmen, in das Sie über CONDA investiert haben, in finanzielle Schieflage gerät.

Unser Team prüft täglich – von Montag bis Freitag – die österreichische Ediktsdatei sowie künftig automatisiert auch das entsprechende deutsche Insolvenzregister auf neue Einträge. Sobald ein Unternehmen aus unserem Portfolio dort erscheint, besprechen wir den Fall intern und informieren alle betroffenen Investor:innen so rasch wie möglich – in der Regel innerhalb von 2 Arbeitstagen.

Manchmal erreichen uns Meldungen zuerst über die Medien, noch bevor ein offizieller Eintrag in der Ediktsdatei oder dem Deutschen Pendant vorhanden ist. In diesem Fall nehmen wir Kontakt mit dem betreffenden Unternehmen auf, um den Sachverhalt zu klären. Wir werden Sie als Investor:in niemals auf Basis von Medienberichten oder unbestätigten Informationen kontaktieren – erst wenn wir einen belastbaren Nachweis haben, gehen wir auf Sie zu.

Nach einer bestätigten Insolvenzmeldung – sofern das Unternehmen uns nicht bereits selbst informiert hat, was leider nicht immer der Fall ist – nehmen wir aktiv Kontakt mit dem Unternehmen auf. Parallel dazu setzt sich unser Legal-Team mit dem zuständigen Insolvenzverwalter in Verbindung. Ein Insolvenzverfahren kann sich jedoch leider über Monate hinziehen. Wir halten Sie als Investor:in über relevante Entwicklungen am Laufenden und vertreten Ihre Interessen gegenüber dem Insolvenzverwalter im Rahmen unserer Möglichkeiten.
 

Ein konkretes Beispiel: QimiQ Handels GmbH

Am 07.04.2026 erschien in der Kronen Zeitung ein Bericht (unseren Recherchen nach der Erste) über die Insolvenz der QimiQ Handels GmbH - wie Medien das eben tun: mit Fokus auf großen Zahlen, Schulden und Schlagzeilen. Was dabei oft untergeht, ist der Blick hinter die Kulisse.

Noch bevor wir den Artikel gelesen haben, hat uns QimiQ kontaktiert und darüber informiert, dass das Unternehmen ein Sanierungsverfahren einleitet. Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit und es spricht für die Verantwortung, die das Unternehmen gegenüber seinen Gläubiger:innen und Investor:innen trägt. Eine Verantwortung, die auch wir ernst nehmen: Sobald die offizielle Meldung in der Ediktsdatei vorlag, haben wir unseren internen Prozess gestartet um alle betroffenen Investor:innen zu informieren.

 

Was ist ein Sanierungsverfahren?

Ein Sanierungsverfahren ist kein Schlusspunkt, sondern ein gesetzlich geregelter Versuch, ein Unternehmen unter gerichtlicher Aufsicht zu restrukturieren und fortzuführen. Das Unternehmen arbeitet dabei einen Sanierungsplan aus, dem die Mehrheit der Gläubiger:innen zustimmen und der anschließend vom Gericht bestätigt werden muss. Ziel ist es, den Betrieb am Laufen zu halten – und damit auch Arbeitsplätze zu sichern und Gläubiger:innen zumindest teilweise zu befriedigen.

Für QimiQ ist das zweifellos ein harter Einschnitt und sicher kein einfacher Weg. Aber das Unternehmen nimmt diese Bemühungen auf sich und arbeitet aktiv daran, wieder auf Kurs zu kommen.
 

Was bedeutet das für Sie als Qimiq-Investor:in?

Ihre Investition in die QimiQ Handels GmbH war als Nachrangdarlehen strukturiert. Solange das Sanierungsverfahren läuft, bleiben die Forderungen aller Gläubiger:innen – also auch Ihre als Investor:in – aufrecht. Über den weiteren Verlauf, insbesondere sobald uns konkrete Informationen zur Situation nachrangiger Gläubiger:innen vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren.


Karin Turki

Beitrag von

Karin Turki

in CONDA Capital Market News