Inside nook: 10 Fragen an Inès Bach Terzi und Magnus Busch

Inside nook: 10 Fragen an Magnus Busch | Vision & Wachstum

Ein Gespräch über Orte mit Haltung, skalierbare Gastfreundschaft und warum nook mehr ist als ein Hotel

Was passiert, wenn man Hotellerie nicht vom Zimmer aus denkt, sondern vom Menschen? Wenn Zugehörigkeit wichtiger wird als Sterne und Natur, Arbeit und Gemeinschaft nicht im Widerspruch stehen?
Mit nook haben Inès und Magnus Busch genau diesen Anspruch Realität werden lassen. In nur eineinhalb Jahren ist aus einer Idee ein mehrfach ausgezeichnetes Hotel- und Community-Konzept geworden, mit starken Zahlen, klarer Vision und ambitionierten Expansionsplänen.

Im Interview sprechen die Gründer:innen Magnus Busch gemeinsam mit Inès Bach Terzi über den Moment, in dem klar wurde, dass nook ein neues Kapitel der Freizeit-Hotellerie aufschlägt, über Wachstum, Technologie, Wellbeing und darüber, warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Teil dieser Reise zu werden.

1. Was war der Moment, an dem euch klar wurde: nook ist mehr als ein Hotel – es ist ein völlig neues Kapitel der Freizeit-Hotellerie?
Magnus: Der Wendepunkt kam früher als erwartet. Noch bevor das erste Haus vollständig umgebaut war, luden wir gezielt Menschen ein, von denen wir wussten, dass sie unsere zukünftige Zielgruppe repräsentieren. Das Feedback war überwältigend – nicht trotz, sondern gerade wegen der Unfertigkeit.

Inès: Plötzlich ging es nicht mehr um Zimmer, sondern um Zugehörigkeit. Um das Gefühl, einen Ort gefunden zu haben, der Stadt und Natur, Arbeit und Erholung, Leistung und Menschlichkeit verbindet. Spätestens nach den ersten Retreats und Offsites war klar: nook ist kein Hotelkonzept. Es ist ein neues Kapitel der Freizeithotellerie.

2. Ihr habt nach nur 1,5 Jahren einen beeindruckenden Proof of Concept erreicht: +106 % Umsatz, +92 % Zimmerpreis, Auslastung über 72 %. Wie hast du diesen schnellen Erfolg erlebt – und was steckt dahinter?
Inès: Sie zeigen zweierlei. Erstens: Der Markt existiert bereits. Zweitens: Das Angebot dafür bislang nicht.

Magnus: Es gibt eine kaufkräftige Zielgruppe, die bereit ist, für relevante Orte außerhalb der Stadt zu zahlen – wenn das Produkt stimmt. Unser Erfolg ist nicht das Ergebnis eines einzelnen Hebels, sondern eines komplexen Systems aus Marke, Produkt, Technologie, Community und operativer Exzellenz. Genau dieses System lässt sich skalieren.

3. nook verbindet New Work, Wellbeing und Experiences. Warum treffen genau diese drei Faktoren den Zeitgeist – und warum profitieren Investor:innen davon?
Magnus: Die Generation zwischen 30 und 40 wird in den nächsten zwei Jahrzehnten die wirtschaftlich relevanten Entscheidungen treffen. Sie ist digital aufgewachsen, arbeitet ortsunabhängig und definiert Erfolg neu: Leistung ja, aber nicht auf Kosten von Gesundheit, Sinn und echten Beziehungen.

Inès: Gleichzeitig führt Digitalisierung paradoxerweise zu einem neuen Bedürfnis nach realen Begegnungen. Orte, an denen echte Gemeinschaft entsteht, gewinnen massiv an Wert. nook positioniert sich genau an dieser Schnittstelle und profitiert von drei globalen Megatrends, nicht von kurzfristigen Moden.

4. Ihr habt Sony Music, Netflix, Adidas und Wolt als Corporate-Kunden. Was fasziniert gerade große Unternehmen an eurem Offsite-Konzept?
Magnus: Offsites füllen bei uns gezielt die Wochenmitte – zu überdurchschnittlichen Preisen. Für Unternehmen bedeutet nook etwas anderes als ein klassisches Tagungshotel: Inspiration statt Konferenzraum.

Inès: Entscheider:innen kommen zu uns, weil sie verstehen, dass strategische Durchbrüche nicht im sterilen Umfeld entstehen. Wer Premium-Zielgruppen erreichen will, muss sie verstehen – und das gelingt nicht mehr in traditionellen Business-Hotels.

5. Viele sprechen über „Experience Travel“. Ihr lebt es. Wie unterscheidet sich euer Ansatz konkret von klassischer Hotellerie?
Inès: Viele Hotels sprechen über Experience Travel. Wir haben das Produkt von Anfang an darum herum gebaut. Wir haben nicht gefragt: Was fehlt im Markt? Sondern: Was ist uns im Leben wirklich wichtig? Diese Haltung macht den Unterschied. Sie beantwortet das „Warum“ – und genau deshalb identifizieren sich Gäste weit über ihren Aufenthalt hinaus mit der Marke nook.

6. Zwei neue Standorte sind bereits durch LOIs gesichert. Was können Investor:innen über die geplante Expansion bis 2030 erwarten?
Magnus: Einer davon ist bereits in Betrieb. Nun beginnt die Skalierungsphase. Das neue Haus im Naturgut Köllnitz liegt im Naturschutzgebiet, nur wenige Kilometer vom ersten Standort entfernt, und kann mit derselben Mannschaft betrieben werden.
Das Modell ist effizient, clusterfähig und replizierbar. Langfristig sehen wir großes Potenzial im Umfeld von Städten wie Wien, München oder Zürich. Wir haben übrigens auch bereits ein Projekt in Portugal in Aussicht.

7. Ein spannender Teil eurer Strategie ist das Membership-Konzept. Wie wird es euer Geschäftsmodell verändern – und was bedeutet das für wiederkehrende Umsätze?
Inès: Die Nook Society ist kein klassischer Members Club. Sie folgt eher dem Prinzip eines Sportvereins: Menschen kommen über gemeinsame Werte zusammen, nicht über Status oder Exklusivität.

Magnus: Für nook bedeutet das wiederkehrende, planbare Umsätze, stärkere Markenbindung und eine klare Abgrenzung zur klassischen Hotellerie. Für Investor:innen ist das ein zentraler Hebel für Stabilität und Skalierbarkeit.

8. nook setzt stark auf Digitalisierung – vom PMS bis zur eigenen Plattform. Wie wichtig ist Tech, um Hospitality neu zu denken?
Magnus: Unsere Technologie ist das Rückgrat des Unternehmens. nook gehört hier zu den Top 5 Prozent in Europa. Die digitale Guest Journey wird regelmäßig explizit gelobt.

Inès: Gleichzeitig bleibt der Kern menschlich. Digitalisierung dient bei uns nie der Effizienz allein, sondern immer dem besseren Erlebnis – für Gäste, Mitarbeitende und Investor:innen.

9. Wellness und Wellbeing boomen. Wie positioniert sich nook in diesem Markt?
Inès: Der globale Wellbeing-Markt wächst jährlich um 14,7 Prozent. nook ist heute bereits der führende Retreat-Standort im Berliner Umland.
Von Yoga und Eisbaden bis Trail Running und „Work from the Lake“: Wellbeing ist bei uns kein Add-on, sondern integraler Bestandteil des Produkts – und ein zentraler Differenzierungsfaktor.

10. Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, sich als Investor:in an nook zu beteiligen?
Magnus: nook hat bewiesen, dass das Konzept funktioniert – wirtschaftlich, markenseitig und operativ. Die Nachfrage ist da, die Strukturen stehen, die nächsten Standorte sind gesichert. Jetzt beginnt die Phase, in der aus Proof of Concept skalierbares Wachstum wird. Ein Investment in nook ist deshalb mehr als eine finanzielle Entscheidung. Es ist der Glaube daran, dass unternehmerischer Erfolg, gesellschaftlicher Impact und ökologische Verantwortung kein Widerspruch sind. Und genau deshalb ist jetzt der richtige Moment, Teil dieser Geschichte zu werden.

Du möchtest mehr über nook erfahren, Teil der Nook Society werden oder dich über eine Beteiligung informieren?

Dann entdecke, wie aus Orten Gemeinschaft entsteht – und warum die Zukunft der Freizeit-Hotellerie genau hier beginnt.


Karin Turki

Beitrag von

Karin Turki

in Emissionsnews DE