Inside MagicHolz: 10 Fragen an den Gründer Lars Leenen
MagicHolz hat sich in wenigen Jahren zu einem der spannendsten Scale-ups im E-Commerce für kreative Holzbausätze entwickelt. Mit über 250.000 Kund:innen weltweit, einer starken Eigenmarke und ambitionierten Expansionsplänen sorgt das Unternehmen für Aufmerksamkeit – auch bei Investor:innen. Im Interview spricht Gründer und CEO Lars Leenen über die Erfolgsfaktoren hinter dem Wachstum, die nächsten Schritte und warum er sich für eine Finanzierung über CONDA Capital Market entschieden hat.
MagicHolz hat sich in kurzer Zeit stark entwickelt – was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren?
Wir hatten keine 10-Jahres-Strategie auf PowerPoint – aber wir hatten Bock. Unser Fokus lag von Anfang an auf Qualität, Geschwindigkeit und Kundennähe. Wir haben getestet, was funktioniert, gelernt, was nicht funktioniert, und dabei nie unsere Kernidee verloren: Produkte zu vertreiben, die Menschen berühren. Unsere Kombination aus Direktvertrieb, smartem Community-Aufbau und einer Portion Bauchgefühl war entscheidend.
Ihr Unternehmen ist komplett organisch auf über 8 Mio. € Umsatz gewachsen – wie haben Sie das finanziert und gesteuert?Bootstrapping durch und durch. Jeder Euro wurde erst verdient und dann reinvestiert. Wir haben früh wichtige Bereiche ausgelagert und mit Spezialisten gearbeitet, statt riesige Fixkosten aufzubauen. Dazu ein super engagiertes Kernteam, das mitdenkt, mitfühlt und mitschiebt. So konnten wir schnell skalieren – mit nur einem Bruchteil des Kapitals anderer Startups.
Welche Rolle spielt Ihre Eigenmarke heute für das Geschäftsmodell – und wie wollen Sie deren Anteil weiter ausbauen?
Unsere Eigenmarke steht für das, wofür wir auch als Team stehen: Liebe zum Detail, kreative Konzepte und starke Qualität. Aktuell machen unsere Eigenprodukte einen einstelligen Prozentanteil des Umsatzes aus – Tendenz stark steigend. Unser Ziel: über 40 %, weil sie nicht nur die Marge verbessern, sondern auch eine echte emotionale Bindung zur Marke schaffen.
Sie sprechen von einer starken Community – wie binden Sie Ihre Kund:innen und wie messen Sie Loyalität?
Unsere Kund:innen sind Teil der MagicHolz-Familie. Viele sind über ein Geschenk zu uns gekommen und dann geblieben. Wir messen Wiederkäufe, individuelle Kundenwerte und Rücklaufquoten – aber das Wichtigste ist das Feedback: E-Mails, Reviews, Fotos von fertigen Modellen, Verbesserungsvorschläge. Wir haben Kund:innen, die mehr als 50 Modelle gebaut haben – das sagt mehr als jede Metrik.
Welche Zielmärkte sehen Sie aktuell als besonders attraktiv für Ihre Expansion – und warum?
Großbritannien und Frankreich stehen ganz oben auf der Liste. Beide Märkte lieben kreative Geschenkideen mit Story. Zudem sehen wir im DACH-Raum noch starkes Wachstumspotenzial.
Welche langfristige Vision verfolgen Sie mit MagicHolz? Wo sehen Sie das Unternehmen in 5 Jahren?
Wir wollen Europas erste Adresse für außergewöhnliche Holzgeschenke sein – ob mechanisches Puzzle, Rätselbox oder Wanddeko. In 5 Jahren sind wir ein Love Brand mit internationaler Präsenz, einer starken Eigenmarke und einem breiten, aber kuratierten Sortiment. Und: wir bauen eine Plattform, die Produzenten weltweit mit Endkunden verbindet – mit echter Marken-DNA.
Wie sieht Ihre aktuelle Produktstrategie aus – setzen Sie eher auf Tiefe im Sortiment oder auf Breite?
Beides – aber kuratiert. Wir bauen das Sortiment mit Tiefe in beliebten Kategorien aus (z. B. Murmelbahnen oder Rätselboxen), ergänzen es aber gezielt mit neuen Produktwelten, die unsere Kunden fordern und überraschen. Jeder Neuzugang durchläuft einen klaren Prozess mit Community-Feedback, Margin-Check und Produkt-Market-Fit.
Was unterscheidet MagicHolz von anderen Anbietern am Markt – technologisch, qualitativ oder in der Markenführung?
Wir sind kein Produkt – wir sind ein Gefühl. Bei uns geht’s um das Erlebnis, das Produktdesign, die Verpackung, die Story – von A bis Z durchdacht. Technologisch arbeiten wir mit den besten Partnern zusammen, qualitativ setzen wir auf selektierte Lieferanten, und markenseitig schaffen wir es, dass unsere Produkte zum Gesprächsthema am Frühstückstisch werden.
Warum haben Sie sich entschieden, Kapital über CONDA Capital Market einzuwerben – und wie wird das frische Kapital verwendet?
Weil wir lieber mit unserer Community wachsen als mit einer Bank. Das Investment fließt in den Ausbau unserer Eigenmarke, die Internationalisierung (insbesondere Frankreich & UK), ein stärkeres internes Team und neue Softwarelösungen für unsere Prozesse. Wer bei uns investiert, bekommt nicht nur Zinsen – sondern wird Teil unserer Story.
Was möchten Sie potenziellen Investor:innen mit auf den Weg geben, die gerade über ein Investment in MagicHolz nachdenken?
MagicHolz ist mehr als Holz. Es ist ein skalierbares Geschäftsmodell mit einer emotionalen Marke dahinter. Wer bei uns investiert, investiert in Begeisterung, Effizienz und ein Team, das alles dafür gibt, jeden Tag besser zu werden. Und: Wer bei uns investiert, wird nicht vergessen – versprochen.